Das internationale Festival für audiovisuelle Projektionen GENIUS LOCI WEIMAR startete im Jahr 2012 im Rahmen der Initiative Weimarer Sommer. 2016 hatte das Festival 50.000 Besucher und ist somit eine der meist besuchten Veranstaltungen im Rahmen des Weimarer Sommers. Auch im kommenden Jahr werden wieder mehrere Tausende Besucher aus der Bundesrepublik erwartet.Optimal verortet in der Dichter-, Musiker- und Denkerstadt sowie dem Geburtsort des Bauhaus ist das Festival mit der mittlerweile siebten Ausgabe ein wichtiges Kulturevent für Thüringen geworden.

Das Festival zeichnet sich im Zusammenspiel verschiedener Kunstgenres aus. Das Gesamtevent GENIUS LOCI WEIMAR setzt sich aus folgenden Programmpunkten zusammen: die bekannten Fassadenprojektionen, die Genius Loci LAB Bühne mit Nachwuchskünstlern, Musikevents und Lichtinstallationen im öffentlichen Raum. Mit den zahlreichen Side-Events, wie das AV-Live-Kino, den Genius Loci TALK, der Genius Loci CLUB und Walk-Acts, die die Festivalroute vorgeben, entsteht ein internationales kreatives Milieu in der Bauhausstadt Weimar. Damit bezieht das Festival die gesamte Innenstadt Weimars ein und schafft eine besondere Festivalatmosphäre.

Mit dem GENIUS LOCI WEIMAR Festival wurde ein weltweit in dieser Form einzigartiges Konzept umgesetzt, das digitale Technologie mit künstlerischem Ausdruck verbindet. Bis heute ist das Festival auch international die einzige Plattform, die eine freie künstlerische Arbeit im Bereich des Videomapping ermöglicht und damit als echte Avantgarde die technologische Entwicklung begleitet. Das Festival basiert auf einem internationalen Wettbewerb. Dazu werden jährlich drei Fassaden ausgewählt und für Produktionen ausgelobt. Ausgelobt sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 48.000 Euro. Das hoch dotierte Preisgeld bezeugt den hohen Stellenwert des Festivals und die besondere Wertschätzung für die erstklassigen Inhalte.

Das künstlerische Konzept des Festivals basiert auf einer Verbindung von Ort und Inhalt.

Mit Videomapping schafft Genius Loci Weimar historische Gebäude neu zu definieren und die Geschichte und Architektur für den Besucher erlebbar zu machen. Jedes Jahr werden drei neu zu bespielende Bauwerke in und um die Stadt Weimar für Wettbewerb und Festival ausgewählt. Aus dem Wettbewerb resultieren Projektionen, die für eine konkrete Fassade jeweils ausgewählter Gebäude in Weimar entwickelt und produziert werden und die künstlerisch auf höchstem Niveau die Technik des Videomapping zu einer medialen Erzählform führen. Zu den klassischen Projektionen wird es eine zusätzliche Fassade geben, die eine Schnittstelle zur Medienarchitektur bilden soll, indem sie eine permanente Installation vorgibt.

Das Festival hat in sechs Jahren Laufzeit eine nationale und internationale Relevanz im Bereich Videomapping und Lichtfestival erreicht. Zum Erfolg zählt der international anerkannte Genius Loci Weimar Wettbewerb, die Kuratorentätigkeiten der Festivalleitung bei weltweiten Videomapping-Festivals, wie das IMapp Bucharest oder die Luminale in Frankfurt sowie die Teilnahme eines renommierten Fachpublikums beim Genius Loci Talk.