VIDEOMAPPING-SHOW WASSERPROJEKTION AM STERN

21:30–00:15 Uhr, alle 30 min. | frei

letzte Show startet um 00:00 Uhr


Park an der Ilm, 99423 Weimar

"ERLINDE, EINE OPTISCHE ILLUSION"

Videodesign und Konzept:
Vanessa Hafenbrädl aka Dieselqueen

Illustration und Konzept: Anna McCarthy

Musik: The Notwist

Live Performance: Maribel Dente

Technik: Sebastian Robra

Durch das Spiel mit Licht und Nebel entstehen mystische, magische Bilder. Nixen, Nymphen, Necken und Nyküren – in vielen Kulturen der Welt sind die verführerischen und manchmal todbringenden Wasserwesen ein fester Bestandteil der heimischen Sagen und Fabeln. Unser Interesse liegt in der Wandelbarkeit der Nixe, speziell die der Ilmixe Erlinde und ihre Parellelen zu den sagenumwobenen Wasserwesen Europas. Sie steht als Sinnbild für die Verführung und den Umgang mit der Angst. Die Kombination von Live-Performance und Videomapping schafft beeindruckende optische illusionen. Durch die Überlagerung verschiedener Bildebenen entstehen skurrile Mischwesen die den Zuschauern ihre Angst vor Augen führt.

Filmemacherin und Lichtkünstlerin Vanessa Hafenbrädl aka Dieselqueen realisiert eine Videomapping Live-Performance mit Unterstützung von der bildenden Künstlerin Anna McCarthy, der Tänzerin Maribel Dente, dem Videotechniker Sebastian Robra und den Musikern Micha Acher und Markus Acher von "The Notwist".

DER SPIELORT

 

 

 

 

 

 

 

Schon früh in der über 600-jährigen Geschichte des Ilmparks wird dieses Stück Landschaft als Lustgarten ins Auge gefasst. Der Stern steht exemplarisch für die Entwicklung des Parks, da er mit barocker Geradlinigkeit den Übergang vom schwärmerisch-geheimnisvollen Teil des Parks zum klassischen englischen Landschaftsgarten markiert.

Der Aberglaube an die Ilmnixen, die des Nachts aus dem Fluss steigen um einsame Spaziergänger in ihr nasses Reich zu locken, die Gefahr, von herunterfallenden Ästen der uralten Bäume erschlagen zu werden und die ständigen Überschwemmungen konnten der Vergnügungslust der Weimarer nichts anhaben.

Eine bedingungslose Öffnung des Sterns in den Sommermonaten wird von der Herzogin Anna Amalia erlassen, die aber aufgrund von Schäden und Unruhe bald darauf ein Verbot „der minderen Klasse hiesiger Einwohner und deren Kindern“ verhängt.

Ihr Sohn Carl August ist es, der regelmäßig große Volksfeste veranstaltet, zu denen explizit alle Bürger der Stadt, „Personen aus allen Ständen und Klassen“ eingeladen sind.

Später werden hier Spielplätze und Sportanlagen errichtet und auch die Militärakademie kam regelmässig zum Exerzieren hierher. Noch heute kreuzen sich am Stern die Wege der verschiedenen Besucher des Parks, sei es zum Sport, zur Zerstreuung oder zum kindlichen Spiel.

Mit Hilfe von sogenannten Hydro Shields wird der Geist des Ortes als Choreographie aus Wasser, Licht, Klang und Perspektiven in Szene gesetzt. Dabei werden mehrere dieser Wasserleinwände entlang der Wege gestaffelt platziert, die synchron oder frei im Wechselspiel das Publikum gleichsam umschließen und die Blicke zum Umherschweifen verleiten sollen. Anders als ihre architektonischen Entsprechungen sind diese Projektionsflächen nicht fixiert, sondern steuerbar, beweglich und gespenstisch unscharf.